Kurzrezi: 47 Ronin (USA 2014)

Dieser genretranszendierende Unsinn hat mich ziemlich sauer gemacht. Wer je auf die Idee kam, diese klassische und eigentlich nur in einem streng historischen japanischen Setting funktionierende Geschichte zu einem halbgaren und inkonsequenten Fantasyschinken umzufunktionieren, sollte sich zur Strafe den Rest seines Lebens nur noch Ozu-Filme anschauen dürfen. Keanu Reeves ist hochgradig fehl am Platze, seine starre Mimik und sein Bart lassen Gedanken an Chuck Norris aufkommen. Die japanischen Darsteller sind okay, bekleckern sich aber nicht mit Ruhm und sollten allein schon der Verhurung japanischen Kulturguts wegen bestraft werden. Ach ja, langweilig erzählt ist der Film gerade im Mittelteil auch noch, den Schauwerten sieht man die 175 Millionen US$ nicht an, der Soundtrack ist furchtbar generischer Fließbandmurks. Die Action ist immerhin annehmbar, hat man woanders aber auch schon besser gesehen. Und generell gilt: Wenn schon eine borderline-rassistische Hollywoodvergewaltigung von Samurai-Mythen, dann doch lieber gleich THE LAST SAMURAI.

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