Kurzrezi: Edge of Tomorrow (USA 2014)

Man kann ja über Tom Cruise, insbesondere seine Betätigungen bei Scientology, sagen, was man möchte, er ist aber doch ein guter Schauspieler und vor allem einer der letzten Garanten für großes Hollywood-Kino. Auch EDGE OF TOMORROW bietet selbiges, und erfreulicherweise bezieht sich die Größe nicht nur auf hohle Schauwerte, sondern in diesem Falle auch auf die zugrunde liegende Science-Fiction-Geschichte mit dem speziellen Twist (die japanische Light Novel ALL YOU NEED IS KILL) und das daraus geschickt geknüpfte, erfreulich humorvoll erzählte und sich dennoch selbst ernst nehmende Drehbuch. BOURNE IDENTITY-Regisseur Doug Liman liefert mit EDGE OF TOMMOROW seinen bislang besten Film ab, eine originelle Abwandlung des klassischen Alien-Invasions-Themas, die Raum bietet zur Entfaltung des Hauptcharakters, welchem mit Emily Blunts Full Metal Bitch ein starker weiblicher Charakter zur Seite gestellt wird. Natürlich wird viel geschossen, geschrien, geblutet und zerstückelt im Film (alles mit der gewissen PG-13-Reinlichkeit), aber unter dem Spektakel schlägt ein menschliches Herz, dass nicht nur töten sondern auch lieben möchte. Und obwohl nur ein Kuss geteilt wird, ist EDGE OF TOMORROW in seiner zweiten Hälfte ein von tragischer Romantik erfüllter Film, so man sich von Alienhorden und explodierenden Hubschraubern (Yeah!) nicht blenden lässt.

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