Kurzrezi: John Wick – Chapter 2 (USA 2017)

Weitestgehend äquivalente Fortsetzung zum Action-Überraschungserfolg mit Keanu Reeves, die sich allerdings noch deutlicher als der Vorgänger von der TAKEN-Formel entfernt und seine Assassinen-Mär mit deutlicher Parallelwelt-Schieflage erzählt. Mir persönlich ist die Geschichte zu abstrakt, um emotional angesprochen zu werden, und auch der Action fehlt die dramatische Wucht, die bessere Genrevertreter auszeichnet. Wie im ersten Teil sind Geballer und Kämpfe stylish choreografiert, wobei erst im letzten Drittel der rote Lebenssaft beginnt, vermehrt in attraktiven Fontänen zu sprudeln, bis dahin wird eher clean gestorben.
Von Reeves darf man wieder keine großen Leistungen erwarten, auch sein Charisma- und Coolness-Pegel bleibt im lauwarmen Bereich. Er sieht gut aus, immerhin, so wie auch der gesamte Film, der als Unterhaltungsprodukt damit eine bessere Figur abgibt als diverse andere Altherren-Actionfeste; GUNMAN, I AM WRATH oder 3 DAYS TO KILL dürfen sich hier zum Beispiel angesprochen fühlen.

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